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Wie Sie an konstruktivem Feedback wachsen

Wie Sie an konstruktivem Feedback wachsen

Wie halten Sie es mit dem Thema Feedback? Ich musste den richtigen Umgang damit auch erst einmal lernen. Vor allem, wenn es sich dabei um kritische Rückmeldungen handelte. In Unternehmen treffe ich aber immer wieder auf Führungskräfte, die versuchen, sich diesbezüglich aus der Verantwortung zu stehlen.

Wenn ich das Thema anspreche, wird meistens erst mal rumgedruckst: „Wissen Sie, Herr Limbeck … Ich will meine Leute ja auch nicht demotivieren. Sie wissen doch, wie hart Verkaufen ist.“ Ja, natürlich. Es gibt kaum einen anderen Job, in dem Sie so viele Absagen an den Kopf geworfen und Türen vor der Nase zugeschlagen bekommen. Doch von nichts kommt nichts! Entscheidend ist, wie Sie damit umgehen. Schon von Anfang an galt für mich das Motto: Aufstehen, Hose abklopfen – und weitermachen.

Allerdings bringt es nichts, sich aufzurappeln und dann nach Schema F weiterzumachen. Klar merke ich manchmal selber, dass etwas nicht gut gelaufen ist. Dass ich dieses oder jenes nicht hätte sagen sollen oder dass meine Einwandbehandlung nicht präzise genug war. Doch egal wie gut Sie sich zu kennen glauben: Es geht nichts über offenes und ehrliches Feedback von außen! Und genau das sind Sie als Chef Ihren Mitarbeitern schuldig. Feedback ist das Frühstück für Champions: Geben Sie Ihren Sales-Stars die Möglichkeit, an sich zu wachsen und zu hochmotivierten Spitzenverkäufern zu werden!

Ausgewogen, konstruktiv und sachlich

Und ob Sie es glauben oder nicht: Auch ich hole mir noch regelmäßig Feedback ab. Von meiner Frau, meinen Mitarbeitern, engen Freunden. Entscheidend ist, sich Menschen auszuwählen, denen Sie vertrauen. Und noch etwas: Es bringt nichts, wenn Sie Ihre Leute nur mit Lob einseifen. Wer immer nur hört, welch großer Verkäufer, genialer Geist und unwiderstehlicher Charmebolzen er ist, läuft Gefahr, die Bodenhaftung zu verlieren. Ebenso wenig hat ein gutes Feedback damit zu tun, Leute zu piesacken oder unter dem Deckmantel der Kritik zu demontieren. Ein gutes Feedback ist eine ausgewogene Rückmeldung. Entscheidend ist, dabei immer die persönliche und berufliche Weiterbildung der Person im Auge zu behalten und dementsprechend konstruktiv und sachlich zu bleiben.

Wichtig ist, dass Sie ins Detail gehen und konkrete Beispiele benennen. Ein „Du warst nicht freundlich genug“ hilft Ihren Mitarbeitern und auch Ihnen selbst nicht weiter. Geben Sie stattdessen konkrete Verbesserungsvorschläge, Formulierungshilfen und bieten Sie an, etwa beim nächsten Telefonat einfach mal mitzuhören! Das hat nichts mit Kontrolle zu tun, sondern ist eine wunderbare Möglichkeit, Ihre Mitarbeiter zu entwickeln und ihre Motivation zu steigern.

 

Geschrieben von: Martin Limbeck

„5-Years-Award“ und Auszeichnung zum „Trainer des Jahres“ 2008, „Conga-Award“-Preisträger 2009 und 2010, International Speaker of the Year 2012 und Top-Speaker 2014: Martin Limbeck gehört zu den Vertriebskoryphäen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Webseite: http://www.martinlimbeck.de

 
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